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"Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."
(George Orwell, 1903-1950, britischer Schriftsteller)
 
"Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun."
(Stewart Alsop, 1914-1974, amerikanischer Journalist)
 
"Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit. Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei."
(Thomas Jefferson, 1734-1826, amerikanischer Politiker)
 
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."
(Mohandas Karamchand Gandhi, 1869-1948, indischer Widerstandskämpfer)



04. November 2020, von Michael Schöfer
Ein Debakel in mehrfacher Hinsicht


Obgleich die Demoskopen angeblich aus dem Debakel von 2016 gelernt haben, wiederholt es sich bei den Präsidentschaftswahlen 2020 erneut.

Beispiel Florida: Umfragen kurz vor der Wahl sahen Joe Biden mit 49 % deutlich vor Donald Trump mit 47 %. Nach ausgezählten 96 % der Stimmen führt dort aber Trump mit 51,2 %, während sich Biden mit 47,8 % begnügen muss.

Das Beispiel Pennsylvania ist noch krasser: Umfragen kurz vor der Wahl sahen Biden mit 50 % klar vor Trump mit 46 %. Nach ausgezählten 79 % der Stimmen führt dort Trump mit 53,9 % vor Biden (44,8 %).

Offenkundig nehmen selbst die für gewöhnlich gut informierten Demoskopen nicht mehr die ganze Realität in dem zerrissenen Land wahr, große Bereiche befinden sich unterhalb ihres Radars.




02. September 2020, von Michael Schöfer
Es wird alles schlechter


Wird wirklich alles schlechter? Oder beruht der Eindruck bloß auf einer selektiven Wahrnehmung unsererseits? Katastrophenmeldungen bleiben ja viel länger im Gedächtnis haften als positive Nachrichten. In diesen aufgeregten Zeiten werden allzu gerne vermeintliche Tatsachen verbreitet, die jedoch den objektiven Fakten widersprechen. Neudeutsch sagt man dazu "Fake-News". Das hindert allerdings empörte Bürger nicht, unter Berufung auf diese Fake-News gegen "das System" zu demonstrieren und lautstark zu protestieren. Oft noch angeheizt durch interessierte Kreise, die etwa unter dem Deckmantel der Kritik an der Corona-Politik der Regierung etwas ganz anderes im Schilde führen.




19. August 2020, von Michael Schöfer
Lukaschenko spielt mit dem Westen


2010 kam es in Belarus (Weißrussland) bereits im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen zu Demonstrationen, auf denen der Rücktritt von Alexander Lukaschenko gefordert wurde. Am Wahlabend (19. Dezember) protestierten Tausende im Zentrum von Minsk gegen Wahlfälschungen, Präsidentschaftskandidat Uladsimir Njakljajeu wurde noch auf dem Weg dahin verhaftet und dabei schwer verletzt, Sicherheitskräfte verprügelten seine Anhänger. Auf dem Oktoberplatz wurden die Demonstranten brutal niedergeschlagen und über 600 Menschen festgenommen. Polizisten attackierten und verhafteten auch Journalisten. Der Präsidentschaftskandidat Andrei Sannikau wurde während der Demonstration zusammengeschlagen und laut Amnesty International im Gefängnis physisch und psychisch gefoltert. Präsidentschaftskandidat Ales Michalewitsch nahm zwar nicht an der Demonstration teil, wurde aber dennoch festgenommen und drei Monate lang in einem Keller des KGB-Gebäudes inhaftiert. Er ist nach eigenen Angaben ebenfalls gefoltert worden. Wahlbeobachter berichteten von massiven Wahlverstößen, die 79,67 Prozent für Lukaschenko seien definitiv falsch.




  siehe auch Michael Schöfer bei Twitter