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"Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen."
(George Orwell, 1903-1950, britischer Schriftsteller)
 
"Die Presse muss die Freiheit haben, alles zu sagen, damit gewisse Leute nicht die Freiheit haben, alles zu tun."
(Stewart Alsop, 1914-1974, amerikanischer Journalist)
 
"Wenn die Regierung das Volk fürchtet, herrscht Freiheit. Wenn das Volk die Regierung fürchtet, herrscht Tyrannei."
(Thomas Jefferson, 1734-1826, amerikanischer Politiker)
 
"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier."
(Mohandas Karamchand Gandhi, 1869-1948, indischer Widerstandskämpfer)



12. Oktober 2019, von Michael Schöfer
Anstatt uns bloß zu empören, sollten wir jetzt endlich handeln


Nicht erst seit dem Anschlag auf eine Synagoge in Halle fragt man sich in Deutschland, woher all der Hass kommt. Der wird von einigen bewusst erzeugt, von den Gerichten aber auch teilweise äußerst nachsichtig behandelt. Dass das Berliner Landgericht in Formulierungen wie "Stück Scheisse", "Drecks Fotze", "Schlampe", "Geisteskranke" oder "Sondermüll" keine Diffamierung und damit keine Beleidigung der Grünen-Politikerin Renate Künast sehen wollte, ist skandalös. Die Kommentare weisen angeblich alle einen Sachbezug auf und seien daher erlaubt, urteilten die Richter. Sie adelten die Schmähungen als "Auseinandersetzung in der Sache". Darüber hat die ganze Republik zu Recht verständnislos den Kopf geschüttelt. Ob das Urteil Bestand haben wird, wage ich zu bezweifeln.




08. Oktober 2019, von Michael Schöfer
Es läuft bei Trump eher auf Caligula hinaus


Im April 2016 hielt der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump mitten im Wahlkampf seine erste außenpolitische Grundsatzrede. Trump erklärte darin, wie er handeln würde, wenn ihn die Amerikaner zu ihrem Präsidenten machen. Darin warf er Barack Obama vor, die US-Verbündeten im Stich gelassen zu haben und deren Vertrauen zerstört zu haben. Und er versicherte, die Alliierten könnten sich während seiner Präsidentschaft wieder auf die USA verlassen. Die Kurden-Miliz YPG müsste ihn jetzt daran erinnern, viel helfen würde es allerdings nichts, der Mann ist ja gegenüber rationalen Argumenten vollkommen immun.




06. Oktober 2019, von Michael Schöfer
Sind wir mittlerweile alle Zombies?


Bürger sollten ihr Land lieben und dafür notfalls ihr Leben hingeben. So vernahm man es lange Zeit aus den Mündern der von übersteigertem Patriotismus vernebelten Nationalisten. Manche wandten zaghaft ein, der Staat sei doch für den Bürger da, nicht umgekehrt. Und hey, sie hatten vollkommen recht. "Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!", pflegte ein gewisser Gustav Heinemann zu entgegnen, als man ihn fragte, ob er denn sein Land auch liebe. (Hinweis für die Nachgeborenen: Heinemann brachte es mit dieser subversiven Einstellung bis zum Bundespräsidenten.)