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28. Juli 2007, von Michael Schöfer
Miesmacher sind unbeliebt


Ich weiß. Also denn: Michael Rasmussen und Alexander Winokurow waren bei der Tour de France 2007 absolut dopingfrei, VW-Betriebsräte haben keineswegs auf Kosten des Autokonzerns mit brasilianischen Nutten rumgevögelt, Siemens hat selbstverständlich niemals Schmiergeldzahlungen geleistet, McLaren-Mercedes mitnichten Ferrari ausspioniert und das Management des Atomkraftbetreibers Vattenfall stets die Wahrheit gesagt. Es kommt aber noch besser: Am 17.05.2008, dem letzten Spieltag der kommenden Bundesliga-Saison, wird Lukas Podolski (Bayern München) in der 90. Minute beim Spielstand von 2:2 zum Schiedsrichter gehen und beteuern, er sei im gegnerischen Strafraum nur über den Ball gestolpert und nicht, wie der Elfmeter pfeifende Spielleiter zunächst annahm, vom Berliner Abwehrrecken Arne Friedrich gefoult worden. So gewinnt Hertha BSC in München überraschend einen Punkt und Schalke 04 wird endlich Deutscher Fußballmeister. Alle Mannschaftskameraden klopfen Podolski auf die Schulter und sagen: "Macht nix, Hauptsache ehrlich." Bayern-Manager Uli Hoeneß bekommt noch nicht einmal einen roten Kopf.

Ach, ist die Welt nicht schön? Und was würde Nina Ruge dazu sagen? "Alles wird gut!"