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28. Januar 2009, von Michael Schöfer
Ich versichere...


...dass ich das Vertragsverhältnis, das mir im zarten Alter von einer Woche gegen meinen erklärten Willen aufgenötigt wurde (ich schrie laut um Hilfe, aber es hat alles nichts genutzt), bereits vor Jahrzehnten gekündigt habe. Und ich werde mit diesem Verein, der - historisch betrachtet - mehr Opfer auf dem Gewissen hat als al-Qaida, auch künftig kein Vertragsverhältnis mehr eingehen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Beiläufig bemerkt: Die Vertriebsmethoden sind in meinen Augen ziemlich unseriös. Selbst bei Haustürgeschäften hat man ein 14-tägiges Widerrufsrecht. Doch die erkennen das einfach nicht an. Einmal Mitglied, immer Mitglied - zumindest aus deren Sicht. Sie können mir glauben, ich habe den Altherrenclub satt bis obenhin. Deshalb ist es mir auch vollkommen egal, was der Vereinspräsident sagt oder schreibt und wen er gerade rehabilitiert (sogar wenn es verbohrte Antisemiten sind). Es ist absolut bedeutungslos. Jedenfalls für mich. Wenn es mir alle gleich täten, würde sich niemand mehr über die meist höchst unsinnigen, aber mit großem Brimborium vorgetragenen Verlautbarungen dieses Vereinsvorsitzenden aufregen. Woher er dann das Geld für die Heizung seines römischen Vereinsheims nähme, ist mir offen gestanden völlig schnurz. Darüber, woher der FC Bayern das Geld für seinen Spielerkader nimmt, mache ich mir ja genauso wenig Gedanken. Das ist für mich nämlich das Gleiche. Ich bin halt kein Vereinsmeier. Und das soll auch so bleiben.