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24. Februar 2017, von Michael Schöfer
Autokraten nehmen immer die Pressefreiheit aufs Korn


Das Weiße Haus hat Journalisten von CNN, der New York Times, der Los Angeles Times und des Nachrichtenportals Politico von einem Pressebriefing ausgesperrt. Teilnehmen durften nur ausgewählte Journalisten. Divide et impera. Autokraten gehen immer nach dem gleichen Muster vor: Zuerst greifen sie die Unabhängigkeit der Justiz und die Pressefreiheit an, am Ende fälschen sie Wahlen und werfen Kritiker im Gefängnis. Wären alle Medien solidarisch, würde die nächste Pressekonferenz von Donald Trump vor leeren Stühlen stattfinden und kein einziger Sender darüber berichten. Wohin es führt, wenn man sich nicht gleich von Anfang an gemeinsam wehrt, zeigt doch die Türkei unter Erdogan zur Genüge.