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22. Dezember 2016, von Michael Schöfer
Bessere Passwörter sind schlechter zu merken


Dem Hasso-Plattner-Institut zufolge lauten die Top Ten-Passwörter auf .de-Domains:

1. hallo
2. passwort
3. hallo123
4. schalke04
5. passwort1
6. qwertz
7. arschloch
8. schatz
9. hallo1
10. ficken

Die Gelsenkirchener wären bestimmt heilfroh, in der Bundesliga auf dem vierten Platz zu stehen. Da war wohl der Wunsch der Vater des Gedankens. "Arschloch" kann man ja noch nachvollziehen - einfach morgens an den Chef denken, dieses Passwort ist gewissermaßen unvergessbar. Immerhin kann jetzt keiner mehr behaupten, Männer würden nur ans … (siehe Platz 10) denken. Daran denken sie offenbar weniger als an ihren Schatz (Platz 8). Wie romantisch! Wem allerdings das salopp daherkommende "Hallo" gilt, lässt sich der Untersuchung leider nicht entnehmen. Nur Böswillige behaupten, damit wäre die Geliebte (vulgär: das Fickverhältnis) gemeint, was wiederum das Untersuchungsergebnis auf den Kopf stellen würde.

Sachkundige Zeitgenossen wissen, im Internet sollte man tunlichst Passwörter wie "_KpY1&6K8<nNr#-J[E@S" verwenden. Einziger Nachteil: Sie sind wesentlich schlechter zu merken als etwa "BVB", das gerne von Bayern-Fans benutzt wird. Hintergedanke: Welcher russische Hacker kommt schon darauf, dass sich ein Bayern-Fan ausgerechnet mit "BVB" registriert? Sicherlich kein einziger!