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21. Oktober 2016, von Michael Schöfer
Einmal hü, einmal hott


"Freihandel über alles", lautet das Motto der Befürworter von CETA und TTIP. Und sie suggerieren, ein Scheitern der Freihandelsabkommen mit Kanada und den USA zöge schwerwiegende ökonomische Konsequenzen nach sich. Nachdem der EuGH jedoch die deutsche Preisbindung für Arzneimittel gekippt hat, was Versandapotheken in anderen EU-Mitgliedstaaten ausnutzen könnten (huhu: FREIHANDEL, huhu: WETTBEWERB), wollen Politiker der Regierungsparteien zum Schutz der heimischen Apotheken gesetzgeberisch tätig werden. Freihandel einmal hü, Freihandel einmal hott - je nachdem, wie man es braucht. Oder sagen wir: Wie es die einflussreichen Wirtschaftslobbyisten wünschen.