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19. Oktober 2016, von Michael Schöfer
Sportschützen fühlen sich leicht verunglimpft oder beleidigt

Abermals bloß ein Einzelfall? Im fränkischen Georgensgmünd hat ein Jäger und SPORTSCHÜTZE bei einem Einsatz vier Polizisten schwer verletzt. Der sogenannte "Reichsbürger" besaß über 30 Schusswaffen. Die Politiker sind natürlich - wie so oft - entsetzt, aber ändern tun sie nichts. Immer wieder töten oder verletzen Sportschützen mit ihren Waffen andere Menschen. Die angeblich - bis auf die Einzelfälle, versteht sich - so rechtstreuen Bürger behaupten dann stets: Der Mensch tötet, nicht die Waffe. Und wer dafür plädiert, ihnen trotzdem die Waffen wegzunehmen, dem drohen sie gerne mit rechtlichen Konsequenzen. Sportschützen fühlen sich nämlich leicht verunglimpft oder beleidigt. Ausreden, Ausflüchte, Nebelkerzen - wir werden in den kommenden Tagen vieles davon erleben. Und dann geht man wieder zur Tagesordnung über - bis zum nächsten Einzelfall.