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30. August 2016, von Michael Schöfer
Die Union - ein einziger Intrigantenstadl


Eine wirklich brachiale Art pflegt die CSU, sich ständig im Gespräch zu halten. Offenbar ohne Rücksicht auf Verluste. Vor ein paar Tagen meldete der Spiegel, dass Angela Merkel ihre Entscheidung, ob sie auch 2017 Kanzlerkandidatin der Union wird, erst im nächsten Frühjahr bekannt gibt. Grund sei der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer, der erst dann entscheiden will, ob seine Partei Merkel wieder unterstützt. Dies verlaute aus CDU-Kreisen, schreibt das Magazin. Der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber hatte bereits zehn Tage zuvor, ebenfalls im Spiegel, indirekt Horst Seehofer als Kanzlerkandidat ins Spiel gebracht. Er schließe nicht aus, sagte Stoiber in einem Interview, dass seine Partei für die Bundestagswahl 2017 einen eigenen Kanzlerkandidaten nominiert. Dabei hatte er wohl kaum Alexander Dobrindt im Sinn. Und was macht Horst Seehofer? Er halte die Debatte über die Kanzlerkandidatur von Angela Merkel für "eine selten dämliche Diskussion", die ganz gewiss nicht von der CSU geführt werde, echauffiert er sich nun in der Süddeutschen. Die Union - ein einziger Intrigantenstadl. Wie bitte, was meinen Sie? Warum soll die Union besser sein als andere Parteien? Tja, da haben Sie natürlich recht...