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21. August 2016, von Michael Schöfer
Zigaretten haben sie in Berlin wohl ganz vergessen


Die Bevölkerung soll sich im Fall einer Katastrophe oder eines bewaffneten Angriffs vorübergehend selbst versorgen können, zu diesem Zweck rät die Bundesregierung, einen Lebensmittelvorrat für zehn Tage anzulegen. Plus zwei Liter Trinkwasser pro Person und Tag, Energie und Bargeld für einen Zeitraum von fünf Tagen. Jetzt will ich aber künftig von der Kassiererin an der Supermarktkasse nicht mehr schief angesehen werden, bloß weil ich öfter Dosennahrung (Ravioli, Reis mit Fleischklößchen, Nudeleintopf mit Huhn, Früchtecocktail) kaufe. Schließlich tue ich nur, was die Bundesregierung in den Richtlinien zum Zivilschutz empfiehlt. Wein und Bier für 14 Tage wäre übrigens auch nicht schlecht, denn was kann man außer zu saufen im Katastrophenfall sonst tun, etwa bei einem langanhaltenden Stromausfall? Nichts, Glotze und Smartphone sind dann ja ebenfalls außer Gefecht gesetzt. Reichen zwei Liter pro Person und Tag? Und Zigaretten haben sie in Berlin wohl ganz vergessen...