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23. Oktober 2026, von Michael Schöfer Das Gerede über die "Tyrannei der Alten" soll nur ablenken Alt gegen Jung auszuspielen ist inzwischen üblich geworden (Boomer gegen Gen Z). Das tut u.a. auch der frühere CDU-Ministerpräsident und Verfassungsrichter Peter Müller. In seiner Kolumne bei der Süddeutschen Zeitung schreibt er: "Wer das Vertrauen junger Menschen in unser politisches System verbessern will, muss die Generationengerechtigkeit erkennbar zur Priorität seines Handelns machen." Politische Entscheidungen sollten sich "künftig stärker und in überprüfbarer Weise am Grundsatz der Generationengerechtigkeit orientieren". Er plädiert deshalb für einen "Generationencheck" im Gesetzgebungsverfahren. Schuld an der mangelnden Generationengerechtigkeit trage etwa, wie könnte es anders sein, die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren. Doch man darf von ihm erwarten, dass er die Lage genauer analysiert. [ weiterlesen ] 21. Oktober 2026, von Michael Schöfer Dümmer geht’s nimmer Man darf Rot-Grün-Rot in Berlin nicht unkritisch bewerten, man kann das geplante Bündnis aber auch als Chance begreifen. Endlich versucht eine Regierung mal etwas anderes, verlässt die ausgetretenen Pfade der Politik, die bislang zum Beispiel in puncto Wohnungsbau nicht allzu viel bewirkt haben. Doch das publizistische Sperrfeuer gegen Rot-Grün-Rot ist enorm, das Establishment ist anscheinend an einer verwundbaren Stelle getroffen worden. Und wie immer in solchen Fällen zitiert die Presse genüsslich Vertreter aus dem Lager der Koalitionäre in spe, die mit Verve gegen das Projekt schießen. Allerdings nicht immer überzeugend, wie wir nachfolgend sehen werden. [ weiterlesen ] 20. Oktober 2026, von Michael Schöfer Bei der Altersvorsorge winken lukrative Gewinne Als Bundeskanzler Friedrich Merz die gesetzliche Rente infrage stellte, hat er viele Ängste ausgelöst. "Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung für das Alter sein. Sie wird nicht mehr ausreichen, auf Dauer den Lebensstandard zu sichern. Es müssen kapitalgedeckte Elemente einer betrieblichen und privaten Altersversorgung hinzutreten, und zwar in weit größerem Umfang, als wir sie gegenwärtig weitgehend auf der Basis von Freiwilligkeit haben", sagte er im April beim Jahresempfang des Bundesverbands deutscher Banken. Für viele ist die gesetzliche Rente der Hauptpfeiler ihrer Altersversorgung, am bislang stabilen Umlageverfahren Zweifel zu säen, hat zum verheerenden Image des Bundeskanzlers beigetragen. Millionär Merz will den Bürgerinnen und Bürgern weismachen, man könne sich den Sozialsaat finanziell nicht mehr leisten. Toll. [ weiterlesen ] |