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06. Oktober 2026, von Michael Schöfer Man verzweifelt an der CDU Der Abgeordnete Tobias Rausch (AfD) bekam bei der Wahl zum Landtagspräsidenten von Sachsen-Anhalt 48 Stimmen, die AfD hat aber im Landtag bloß 39 Abgeordnete. Und das BSW, das vorher ankündigte, Rausch zu wählen, hat lediglich fünf. Macht zusammen 44. Die Wahl ist geheim, deshalb wird man vermutlich nie mit Sicherheit wissen, woher die anderen vier Stimmen für die AfD kamen. Wir erinnern uns: Der "Heide-Mörder", der 2005 der damaligen SPD-Ministerpräsidentin Heide Simonis im Landtag von Schleswig-Holstein in vier Wahlgängen die Stimme verweigerte, wurde bis heute nicht enttarnt. Es ist allerdings naheliegend, dass die vier Stimmen im Magdeburger Landtag aus den Reihen der CDU gekommen sind - von der SPD, den Grünen oder der Linken (jeweils 8 Mandate) ist politisch sehr unwahrscheinlich. [ weiterlesen ] 03. Oktober 2026, von Michael Schöfer Bundeskanzler Friedrich Merz ist gescheitert Die Limousine rast mit hoher Geschwindigkeit auf die Betonwand zu, doch während die Insassen darüber streiten, ob man sich mit der Hand- oder mit der Fußbremse aus der prekären Situation retten soll, drückt der Fahrer mit einem Überheblichkeit ausstrahlenden Lächeln auf den Lippen noch stärker aufs Gaspedal. Nein, das ist nicht der Beginn eines Horrorromans, sondern das übliche Handeln der schwarz-roten Bundesregierung. Und wie wird das Ganze ausgehen? Sofern kein Wunder geschieht, im Roman wie in der Politik mit einem fürchterlichen Crash. [ weiterlesen ] 24. September 2026, von Michael Schöfer Die CDU lebt wirklich auf einem anderen Planeten Was wollte uns der Kanzler am 20. September kurz nach Schließung der Wahllokale mit seiner Rede sagen? Das Gleiche haben wir doch erst kürzlich im Bundestag von ihm gehört. Augen zu und durch, ein trotziges "Weiter so". Ich bin fassungslos. Vielleicht sollte die Regierung mal probieren, wieder mehr dem Wählerwillen zu folgen. So wie die Regierungspraxis aussieht hat man ja den nicht unberechtigten Eindruck, dass die Regierenden konsequent gegen die Mehrheit der Bevölkerung handeln und sich obendrein auch noch einbilden, dafür wieder gewählt zu werden. Das hat lange funktioniert, aber die Zeiten haben sich eben geändert. [ weiterlesen ] 16. September 2026, von Michael Schöfer
Eine Kakophonie von Vorschlägen Die Mineralölkonzerne würden Donald Trump wählen - ganz egal, welches Chaos er anrichtet. Im Gegenteil, je größer das Chaos, desto stärker sprudeln ihre Gewinne. Trumps dilettantisch geführter Krieg gegen den Iran bedroht mittlerweile zwei wichtige Handelswege: die Straße von Hormus am Eingang zum Persischen Golf und die Meerenge Bab al-Mandab am Eingang zum Roten Meer. Für die Ölexporte Saudi-Arabiens, immerhin der zweitgrößte Erdölproduzent der Welt, steht vorläufig bloß noch das Nadelöhr Suez-Kanal zur Verfügung. Dadurch werden Energielieferungen entweder unterbunden oder zu großen Umwegen gezwungen, was den Preis an den Zapfsäulen explodieren lässt. Kraftstoff ist derzeit an den Tankstellen so teuer wie nie. [
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15. September 2026, von Michael Schöfer
Die Verfassung ist keine uneinnehmbare Burg "Die Demokratie als solche ist nicht in Gefahr. Es droht kein Staatsstreich, auch kein Zerfall unserer Ordnung", meint der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hans-Jürgen Papier. "Auf die Frage, ob Deutschland eine von der AfD geführte Bundesregierung verkraften könnte, sagte Papier: 'Deutschland hat - anders als in der Weimarer Zeit - gefestigte rechtsstaatliche Schutzinstrumente, die eine Beseitigung der freiheitlich demokratischen Grundordnung Deutschlands verhindern können, ganz gleich welche Partei dies auch versuchen mag.' Er verwies auf die Rolle des BVerfG und die für Grundgesetzänderungen erforderlichen Zweidrittelmehrheiten in Bundestag und Bundesrat." [
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14. September 2026, von Michael Schöfer
Der Karren steckt verdammt tief im Dreck Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Mathias Middelberg hält Bundeskanzler Friedrich Merz die Stange. "Ja, ich glaube noch an Friedrich Merz", sagte er dem Deutschlandfunk. Die Betonung liegt auf "noch". Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) will uns weismachen, die Bundesregierung sei "wirklich sehr stabil". Da ist er wohl der Einzige im Land, der das glaubt. Falls er aufrichtig seine Meinung sagt. Doch das ist die nach dem Fiasko der CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erwartbare Gesundbeterei, die vielleicht schon nach den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin am kommenden Wochenende endgültig passé ist. [
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